Ein Ort zum Beten und Feiern

Erste Informationen und Gedanken
zur Innensanierung der Johanneskirche

Gewiss hat unser Kirchenraum in den letzten Jahren etwas Patina angesetzt. Und das ist sicherlich Grund genug für eine Sanierung. Doch dem Kirchenvorstand ging es bei der Entscheidung zur Innensanierung vielmehr darum, dass wir das, was sich in unserer Gemeinde und vor allem auch in unseren Gottesdiensten in den letzten Jahren entwickelt hat, auch räumlich darstellen wollen und vor allem gute Rahmenbedingungen schaffen wollen.

Verbesserung der Küchen- und Toilettensituation

Ich kenne den Nebenraum noch als langen Schlauch, an dessen Ende eine Toilettenkabine war. Doch immer öfter laden wir als Gemeinde Menschen nach unseren Gottesdiensten ein. Also spendete uns damals Frau Endres eine alte Küche und wir gestalteten in Eigenleistung den Raum um. Manch einer hat da schon die Nase gerümpft: Toilette und Küche in einem Raum. Doch die Toilette brauchen wir auch. Da müsste sich also mal etwas ändern.

Bessere Nutzung der Empore

Oft knarzte und rumpelte es, wenn jemand oben auf der Empor unterwegs war und versuchte, nicht die Stufen herunter zu fallen. Als es noch große Kirchenchöre gab, hat man sie einmal eingebaut. Die Orgel wurde dazu an die Wand geschoben, so dass man jetzt durch die Orgel kriechen muss, um in den Kirchturm zu gelangen.
Doch heute will man die Chöre beim Konzert lieber sehen, sie singen vorne. Und der Orgel tut es nicht gut, dass sie direkt an der kalten Außenwand steht. Auch da müsste sich also etwas ändern.

Mehr Platz um den Altar

In den letzten Jahren haben sich bei uns Gottesdienstformen entwickelt, in denen nicht mehr nur der Pfarrer oder die Pfarrerin alleine vor der Gemeinde steht und in denen das gemeinsame Abendmahl um den Altar eine größere Rolle gewonnen hat. Theatergruppen, Gesangsgruppen, Nutzung von modernen Medien spielen eine Rolle.
Schnell gab es dann aber Probleme mit dem sehr tief in der Apsis stehende Altar, der Kanzel, die soweit oben und nur durch die Sakristei erreichbar war und eben auch dem Taufbecken – welches sich schon in der Weihnachtszeit nicht immer gut mit dem Tannenbaum vertragen hat.
Und schließlich hat sich in unserer Gemeinde ein gutes Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen im Gottesdienst etabliert – warum muss dann der Pfarrer oder die Pfarrerin immer noch so über den Leuten schweben?

Auch da wollte der Kirchenvorstand also etwas verändern.

In den letzten Monaten gab es deswegen Gespräche mit Frau Milz, der Architektin der Landeskirche, die uns die grundsätzliche Genehmigung zur Innensanierung gab. Wir haben uns dann für das Architekturbüro Lessing und Partner aus Mainz entschieden, die uns seit Jahresbeginn begleiten und erste Entwürfe und Ideen entwickeln. Außerdem wird unsere Kirche gerade bautechnisch untersucht. Aber auch historisch wird unsere Kirche erforscht – wie hat sie einmal ausgesehen, welche Farben wurden in ihr in den letzten 150 Jahren verwendet?

Bei einem Treffen mit der Landesdenkmalpflegerin wurden dann erste Ideen und Perspektiven geklärt. Folgendes haben wir vor:

Erste Schätzungen ergeben ein Volumen von ca. 550.000 €, von dem wir ca. 1/3 als Gemeinde aufbringen müssen. Da müssen wir uns noch etwas einfallen lassen und hoffen auch auf Ihre Unterstützung.

Deswegen planen wir auch nach den Sommerferien unter der Empore an der hinteren Pinnwand regelmäßig Skizzen und Entwürfe auszuhängen und dies dann mit Ihnen auch später im Jahr zu diskutieren. Umgesetzt werden soll dann alles 2019, damit die Johanneskirche auch die nächsten Jahrzehnte ein Ort ist und bleibt, an dem sich die Gemeinde gerne zum Gottesdienst versammelt.


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